Klimaschutz wird Geld kosten

Klimaschutz in der internationalen Seeschifffahrt“ gehörte zu den bestimmenden Themen auf der diesjährigen SMM.

Messebesuchern wurden dazu verschiedene Vorträge angeboten, so auch der „Global Maritime Environmental Congress“, kurz GMEC. „Wir stehen am Anfang eines neuen Kapitels der Seeschifffahrt“, sagte Tian-Bing Huang, Deputy Director Marine Environment Division bei der International Maritime Organization (IMO).

Der in Zusammenarbeit mit Seatrade organisierte GMEC fand zum fünften Mal statt. Die Schifffahrtsbranche steht vor großen Aufgaben, darunter auch die grundlegende Umstellung in der Treibstoffnutzung ab 2020. Denn dann gilt die neue Schwefel obergrenze für Brennstoffe von maximal 0,5 Prozent.

Für die Reeder bedeuten die künftigen, strengeren Grenzwerte auch enorme Zusatzkosten, beispielsweise für Filtertechnologien. Mittelfristig werden sie zudem auf neue, alternative Antriebstechnologien setzen müssen. „Wir werden um immense Investitionen nicht umherkommen. Doch der Blick in den Rückspiegel zeigt: Wir sind immer eine innovative Branche gewesen und wir werden auch diese Herausforderung meistern“, stellte Helge Bartels von der Reederei Zeaborn fest.

Ein weiteres zentrales Thema der Konferenz war Ballastwasser. Rund ein Jahr nach Inkrafttreten des weltweiten Ballastwasserübereinkommens zogen die Experten auf dem Kongress eine Zwischenbilanz. Die Teilnehmer waren sich einig, dass es das eine passende System für jeden Schiffstyp nicht geben kann. Andererseits entwickle sich das Angebot ständig weiter. Für Reeder sei es nun auch wichtig, mehr Unterstützung sowohl bei der Auswahl als auch beim Betrieb von Systemen zu erhalten. EHA

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