Klimawandel tangiert auch Seehäfen

Seehäfen sind längst nicht mehr nur Be- und Entladeorte. Sie erfüllen diverse strategische Aufgaben als Aus- und Einfuhrtore, als zentrale Punkte in den Lieferketten, als Industrie-Cluster und als „strategischer Partner für EU-Institutionen“, um das Erreichen von Klima- und Digitalisierungszielen zu erreichen.

Das ist der Tenor eines Memorandums, das die Espo (The European Sea Ports Organisation) jetzt auf der Jahreskonferenz in Livorno vorgestellt hat. Es richtet sich an das künftige EU-Parlament (EP) beziehungsweise an die künftige EU-Kommission, die im November ihr Amt antritt. Das Papier beschreibt zehn Themenfelder, die die EU-Institutionen nach Überzeugung der Espo in der nächsten Legislaturperiode berücksichtigen sollen.

Von einer Wunschliste will Espo-Generalsekretärin Isabelle Ryckbost nicht sprechen: „Wir beschreiben in dem Memorandum nicht nur, was Europa für die Häfen tun soll. Wir sagen auch ganz klar, was die Häfen für Europa tun können.“ Die veränderten Rollen von Häfen und Hafenbehörden sollten stärker von EU-Institutionen berücksichtigt werden. Etwa indem Häfen mehr Mittel aus der Connecting Europe Facility (Cef) erhielten. Zu den weiteren Themenfeldern des Papiers gehören Hinterlandverbindungen, das Verhältnis von Port und Kommune sowie die Dekarbonisierung und der Handel. bal/acw

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