Konjunkturrisiken durch Sars-CoV-2
Die Deutsche Bundesbank sieht Risiken für die deutsche Konjunktur durch den Ausbruch des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 in China. „So dürfte dort ein vorübergehender Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage die deutsche Exportaktivität dämpfen“, schrieben die Experten im am Montag veröffentlichten Monatsbericht.
Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist ein wichtiger Markt für Waren „Made in Germany“. Zugleich stellt China zahlreiche Produkte her – auch für die Weiterverarbeitung in anderen Ländern. Durch die Sicherheitsvorkehrungen wegen des Virus könnten einige globale Wertschöpfungsketten beeinträchtigt werden, hieß es im Monatsbericht. „Lieferengpässe in einzelnen Branchen hierzulande wären die Folge.“
Die Bundesregierung prüft derweil, ob deutsche Bürger auf den von Sars-CoV-2 betroffenen Kreuzfahrtschiffen „Westerdam“ und „Diamond Princess“ Hilfe bei der Rückkehr in ihre Heimat brauchen. Ziel sei es, dass alle Passagiere, die das wünschten, möglichst bald nach Deutschland zurückkehren können, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin. Zu dieser Frage stehe man auch im Kontakt mit den europäischen Partnern.
Bereits in ihre Heimat ausgeflogen wurden unterdessen Hunderte US-Passagiere der „Diamond Princess“. Zwei von der US-Regierung bereitgestellte Charterflugzeuge landeten in der Nacht zu Montag (Ortszeit) auf US-Militärstützpunkten in Kalifornien und Texas, berichtete Fox News. bek/dpa
