Küstenländer gestalten digitalen Wandel

Die norddeutschen Küstenländer haben jetzt mit Nachdruck auf die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für die Verkehrs- und Logistikwirtschaft hingewiesen.

Auf einem Parlamentarischen Abend in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns in Berlin diskutierten die für Verkehr und Logistik zuständigen Minister, Senatoren und Staatsräte der Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Das Motto: „Digitaler Wandel in Verkehr und Logistik: Der Norden gestaltet die Zukunft.“

Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrs- und Digitalisierungsminister Christian Pegel (SPD) betonte die Bedeutung des flächendeckenden Breitbandausbaus für eine langfristig wettbewerbsfähige Verkehrs- und Logistikwirtschaft. „Wir müssen heute die Strukturen schaffen, damit unsere Unternehmen die sich immer schneller entwickelnden Möglichkeiten der Digitalisierung noch besser nutzen können. Der Breitbandausbau und die Unterstützung der Wirtschaft auf dem Weg zur Industrie 4.0 haben dabei oberste Priorität. Dafür sind sowohl die Länder als auch der Bund in der Pflicht“, richtete Pegel seinen Appell an die Teilnehmer.

Dem schloss sich Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) an: „Schnelles Internet ist unsere aktuelle Aufgabe für mehr Digitalisierung in Verkehr und Logistik. Die unendlichen Möglichkeiten von morgen erarbeiten wir mit Testfeldern wie dem Testfeld Niedersachsen.“

„Intelligente Verkehrssysteme und Services sind ein zunehmend unverzichtbarer Aspekt unserer Verkehrspolitik“, betonte Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch. Jörg Schulz, Bremens Staatsrat beim Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, mahnte die Teilnehmer: „Bevor die Effizienzgewinne aus der autonomen Schifffahrt diskutiert werden, sollten wir erstmal die Effizienzzuwächse aus der Netzabdeckung der küstennahen Gebiete heben. Zumal dies bereits heute mit verhältnismäßig geringem Aufwand möglich ist.“

Gut 90 Gäste kamen in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin zusammen und nutzten den Abend, um sich über die Fortschritte und anstehenden Herausforderungen auszutauschen. fab

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