Logistikbranche zeigt Flagge in München

Fahnenmeer: Die internationale Fachmesse „transport logistic“ zieht in diesem Jahr nochmals mehr Unternehmen an, Foto: Arndt

Ins Gespräch kommen, im Gespräch bleiben: junge Messebesucher, Foto: Arndt

Zum Anfassen: Großexponate gehören zur Messe einfach dazu, Foto: Arndt
Sie ist und bleibt weltweit die Leitmesse für die Transport und Logistik-Branche: Die Fachmesse „TL“ (transport logistic) in München. Von morgen bis zum Freitag, den 7. Juni ist die bayerische Metropole im Wortsinne der Nabel der Logistikwelt.
„Unsicherheiten aufgrund von Handelskriegen, Konjunkturentwicklung oder Brexit spüren wir bei der diesjährigen Messebeteiligung nicht – im Gegenteil“, freut sich Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. So kommen in diesem Jahr noch mehr Aussteller auf das weitläufige, gut erreichbare und zudem sehr ansprechend gestaltete Messegelände, auf dem sich einst Münchens ehemaliger Flughafen Riem erstreckte, der 1992 für den Flugbetrieb geschlossen wurde, um Platz zu machen für die neue Messe.
In dieser Woche werden 2360 Aussteller aus dem In- und Ausland und aus allen Bereichen der Verkehrswirtschaft auf der Messe Flagge zeigen. Diese Anzahl entspricht einem Zuwachs von gut neun Prozent gegenüber der Messe vor zwei Jahren, als 2162 gezählt wurden.
München ist längst eine internationale Großveranstaltung geworden. Das spiegelt sich auch und gerade in der internationalen Ausstellerbeteiligung wieder. Sie erhöhte sich gegenüber dem vorigen Mal um drei Prozent auf 56 Prozent.
Das Wachstum komme, so Rummel weiter, vor allem aus den europäischen Märkten. Doch auch die Mitwirkung von Unternehmen aus China ist bemerkenswert. Sie hat sich gegenüber 2017 auf 64 Aussteller nahezu verdoppelt.
25 internationale Gemeinschaftsstände stellen aus, neu dabei sind Sri Lanka, Rumänien, Litauen, Polen und die Türkei. „Die Logistik ist das Räderwerk hinter den globalen Handelsströmen – und der Bedarf groß, sich zu informieren und internationale Kooperationen voranzutreiben“, ergänzt Messe-Chef Rummel. Die Messe hat eine weitere Halle geöffnet und erstreckt sich damit über zehn Hallen. Hinzu kommt das ebenfalls großzügig anlegte Freigelände, auf dem zum Beispiel Großaggregate wie Lokomotiven oder Waggons und weiteres Material präsentiert werden.
Sehr gut angenommen werden von den Besuchern auch die „Erholungsinseln“ zwischen den Hallen, die gerade während der Mittagszeit stark beansprucht werden. Ein Hauch von „Oktoberfest“ im Frühjahr, sozusagen.
Auch die norddeutsche maritime Wirtschaft zieht es in diesem Jahr wieder unübersehbar nach München. So präsentiert sich beispielsweise Hamburg mit knapp 70 Ausstellern im Rahmen seines Gemeinschaftsstands „Gateway Hamburg“, berichtet die Logistik-Initiative Hamburg (LIHH). Sie freut sich schon jetzt für die verschiedenen Unternehmen auf zahlreiche Anmeldungen für Standbesuche, so etwa aus Österreich, Chile, Panama und Weißrussland.
Zum erfolgreichen Rahmenprogramm gehören zudem zahlreiche Vortragsveranstaltungen. Die DVV Media Group wird mit ihren verschiedenen Fachpublkationen, so auch dem THB, über das Geschehen vor Ort berichten. EHA
