Nach einem Jahr endlich nach Hause

Die Schwerpunktion „Baltic Week 2018“ in verschiedenen deutschen und europäischen Seehäfen war aus Sicht der Gewerkschaft Ver.di ein voller Erfolg.

Allein in den deutschen Häfen an Nord- und Ostsee wurden von Montag bis Freitag vergangener Woche mehr als 45 Seeschiffe und eine Fähre inspiziert. Gemeinsam mit Ver.di-Vertretern gingen auch Inspektoren der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) an Bord, um die Lohn- und Arbeitsbedingungen der Seeleute entsprechend den tariflichen Vereinbarungen zu prüfen.

Traditionell nahmen in diesem Jahr auch wieder Hafenarbeiter aus Hamburg, den Bremischen Häfen und Rostock an den Bordbesuchen teil. Die ITF-Inspektoren deckten dabei unter anderem den Verstoß gegen gültige Tarifverträge auf und stellten beispielsweise fest, dass es unter- oder unbezahlte Überstunden gab, falsch eingetragene Arbeitszeiten oder auch fehlerhafte Arbeitsverträge. Auch diesen Extremverstoß deckte die Inspektion auf: Ein Kadett, der mehr als zwölf Monate und ohne Urlaubstage an Bord war, durfte dank des Einschreitens der Inspektoren endlich die verdiente Reise in die Heimat antreten.

„Als besonders erfolgreich können wir in diesem Jahr die Abschlüsse von insgesamt sechs neuen Tarifverträgen verzeichnen. Damit werden nun über hundert weitere Seeleute vertraglich abgesichert“, so ITF-Billigflaggenkampagne-Leiterin Maya Schwiegershausen-Güth. EHA

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