NMK-Format bewährt sich

Norbert Brackmann auf der 11. Nationalen Maritimen Konferenz, Foto: Arndt
Deutschland tut gut daran, am Format Maritimes Bündnis und Nationale Maritime Konferenz (NMK) auch in Zukunft festzuhalten. Dafür sprach sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch in Friedrichshafen auf der 11. NMK vor mehr als 800 Teilnehmern aus der maritimen Industrie aus.
Merkel betonte, dass die deutsche maritime Wirtschaft ohne diese beiden Plattformen heute anders ausgesehen hätte. Zu den großen Zukunftsaufgaben gehört auch für Merkel der Kampf gegen den globalen Klimawandel. Für dieses Anliegen hatten direkt vor Beginn der Konferenz auch etwa 50 Schülerinnen und Schüler aus Friedrichshafen lautstark vor dem Veranstaltungskomplex protestiert. Kanzlerin Merkel sagte weiter, dass neben der klassischen Seeschifffahrt auch in den Häfen mehr für die Emissionssenkung getan werden müsse. Das könnte unter anderem durch den forcierten Einsatz von Landstrom für Schiffe erfolgen. In Kiel laufe dazu derzeit ein wichtiges Pilotprojekt, zu dem auch die Anpassung der EEG-Umlage gehört. Die deutschen Werften rief Merkel dazu auf, ihre globale Wettbewerbsposition durch Technologieführerschaft abzusichern. Ausdrücklich lobte die Kanzlerin die Entscheidung, die NMK erstmals im Binnenland durchzuführen.
Norbert Brackmann (CDU), Maritimer Koordinator der Bundesregierung und Cheforganisator der 11. NMK, freute sich neben der starken Teilnahme an der Konferenz aus Deutschland auch über ein lebhaftes Interesse aus dem Ausland. Zu den Teilnehmern zählten unter anderem auch der Maritime Koordinator der französischen Regierung sowie der indonesische Botschafter in Deutschland. Mit Blick auf die Europawahl sagte Brackmann, dass die EU für ihre maritimen Belange in Zukunft viel geschlossener auf Weltniveau auftreten müsse.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sprach sich unter anderem für starke deutsche Seehäfen und gut ausgebaute Hinterlandanbindungen aus. Das sei auch wichtig für das stark exportorientierte Bundesland Baden-Württemberg. Auch Kretschmann plädierte für ein beherztes Eintreten für den globalen Klimaschutz. Hier müsse „das Ruder herumgerissen werden, wenn unsere Kinder eine lebenswerte Zukunft behalten sollen“.
Am heutigen Donnerstag sprechen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger auf der 11. NMK. EHA
