NOK: Trennarbeiten am Schleusentor angelaufen

Sorgfalt und Sicherheit first.“ Das ist die Vorgabe des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Kiel-Holtenau für den laufenden Bergungsprozess des havarierten Schleusentores.

Nachdem das Diamantseilsägen-Konzept zum Durchtrennen des Tores fehlschlug, laufen seit Donnerstag die Trennarbeiten mittels des herkömmlichen, bewährten Brennschneide-Verfahrens.

Nach THB-Informationen hat der mit der Bergung beauftragte Generalunternehmer, die Nobiskrug-Werft aus Rendsburg, dazu eine weitere Taucherfirma verpflichtet. Deren Mitarbeiter ergänzen das inzwischen personell aufgestockte Taucher-Team der Hamburger Firma Taucher Knoth. Denn die Arbeiten in 15 Meter Wassertiefe sind für alle Beteiligten besonders belastend, zumal die Taucher praktisch im Dauereinsatz stehen.

Der Einsatz eines Schwimmkrans zum Aufnehmen der beiden Torhälften verschiebt sich nach Darstellung des WSA Kiel voraussichtlich in die 12. beziehungsweise 13. Kalenderwoche. Für diese Aufgaben kommen verschiedene Großgeräte in Frage.

Kleine Anfrage

Derweil sind Probleme beim Schleusenbau in Brunsbüttel Thema einer Kleinen Anfrage im Bundestag. Für Gründe und Folgen der Bauverzögerungen an der fünften Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals interessiert sich die AfD-Fraktion. Unter der Drucksache 19/1079 nehmen die Abgeordneten Bezug auf die Antwort der Bundesregierung auf eine frühere Anfrage ihrer Fraktion. In der Antwort hatte die Regierung ausgeführt, Probleme mit dem Verankerungssystem und Kampfmittelverdachtsflächen sowie Vertragsstreitigkeiten mit Auftragnehmern hätten zu terminrelevanten Verzögerungen geführt, die Auswirkungen auf den Endtermin haben. „Der Bauzeitenplan befindet sich in der Überarbeitung, so dass noch keine Aussage über den Umfang der Verzögerung möglich ist“, hieß es in der Antwort vom 13. Februar.

Die AfD-Fraktion will nun wissen, welche konkreten Vertragsstreitigkeiten aufgetreten sind, mit welchen Mehrkosten aufgrund der neuen Situation zu rechnen ist und ob es weitere Gründe für die Verzögerung gibt. Auch die Höhe der geplanten Investitionen beim Bau der fünften Schleusenkammer vor der Auftragsvergabe ist Gegenstand der Anfrage. EHA/fab

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