Nur noch 20 Prozent EEG-Umlage

Die Ankündigung der Bundesregierung, die EEG-Umlage für Landstrom auf 20 Prozent zu senken, stößt auf geteiltes Echo.

Schleswig-Holsteins Landesregierung hat die Absicht der Bundesregierung begrüßt. „Für den Klimaschutz und die Luftreinhaltung ist eine Senkung der EEG-Umlage ein wichtiger Schritt“, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) der dpa.

Dr. Dirk Claus, Chef des Seehafens Kiel, wo erst vergangene Woche eine Anlage ans Netz ging, sagte auf Anfrage: „Ein wettbewerbsfähiger Preis auf Landstrom ermöglicht es den Reedern, auf den Betrieb ihrer Dieselmotoren zu verzichten. Die Absenkung der EEG-Umlage schafft Nachfrage und damit eine Win-Win-Situation für den Umwelt- und Klimaschutz.“

Michael Kruse, Vorsitzender der FDP-Bürgerschaftsfraktion in Hamburg, sieht die Ankündigung kritisch. Seiner Meinung nach gehört die EEG-Umlage abgeschafft. „Neben dem stärkeren Anreiz reduziert eine Abschaffung massiv Bürokratie bei den betroffenen Unternehmen. Deshalb darf die Verringerung auf 20 Prozent nicht das letzte Wort in Sachen Landstrom sein“, erklärte Kruse.

Bislang ist Landstrom aufgrund der EEG-Umlage um ein Mehrfaches teurer als der von den Dieselaggregaten der Schiffe selbst produzierte. Derzeit werden pro Kilowattstunde 6,405 Cent EEG-Umlage fällig; bei Landstrom wären es nach der Reduzierung 1,28 Cent. acw/dpa

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