Rekord: Rolls-Royce Power Systems wächst

Rolls-Royce sichert mit einem Zehn-Jahres-Wartungsvertrag die 17 Schlepper umfassende Flotte der dänischen Reederei Svitzer A/S. Alle Schiffe fahren mit MTU-Dieselmotoren, Foto: Rolls-Royce Power Systems
Rolls-Royce Power Systems ist 2019 gegen den Branchentrend gewachsen und hat nach Mitteilung des Unternehmens mit 11.000 Beschäftigten ein starkes Jahresergebnis erreicht. Der bereinigte Umsatz stieg um vier Prozent auf 4,04 Milliarden Euro, der bereinigte Betriebsgewinn wuchs um 15 Prozent auf 407 Millionen Euro. Mit 23 Prozent Anteil am Umsatz bleibt die Motorensparte Power Systems mit Hauptsitz in Friedrichshafen der zweitgrößte Geschäftsbereich des britischen Technologiekonzerns Rolls-Royce.
„Wir haben vor allem die Position unserer Produkte und Lösungen der Marke MTU in einem zurückgehenden Markt erneut ausgebaut. Das ist eine solide Basis, um immer stärker als Anbieter integrierter klimaschonender und umweltfreundlicher Antriebs- und Energielösungen aufzutreten“, erklärt Andreas Schell, CEO von Rolls-Royce Power Systems.
Der Umsatz mit Marinelösungen stieg 2019 nur leicht, weshalb sich ihr prozentualer Anteil am Umsatz um ein Prozent auf 28 verringerte. Bei den Neuprodukten seien von den Kunden zunehmend Gesamtsysteme gefragt, heißt es. „Das zeigt, dass wir mit der Strategie, uns vom Motorenlieferanten zum Lösungsanbieter zu entwickeln, genau richtig liegen“, so Schell.
Für das Jahr 2020 erwartet der Geschäftsbereich Power Systems eher moderates Wachstum. Im ersten Halbjahr 2020 dürfte sich demnach die gesamtwirtschaftliche Schwäche des zweiten Halbjahres 2019 fortsetzen. „Das Geschäftsjahr 2020 erfolgreich zu bestreiten wird zu einer großen Herausforderung“, fasst CFO Louise Öfverström zusammen und sieht Auswirkungen auch durch Covid-19.
Auch in Sachen Umweltschutz engagiert sich der Konzern. So soll im Mai die erste Personenfähre mit MTU-Gasmotoren im holländischen Wattenmeer in Betrieb gehen. Die erste Binnenfähre mit MTU-Gasmotor entsteht derzeit für die Stadtwerke Konstanz am Bodensee. Eine zentrale Rolle in den Zukunftsszenarien des Unternehmens spielt die Wasserstofftechnologie. „Wir sind überzeugt, dass Wasserstoff ein Schlüssel zur Energiewende ist“, sagt Schell, der auf „grünen“ Wasserstoff setzt. tja
