Schifffahrt fordert Hilfsfonds

Wichtigster Containerhafen Großbritanniens: In Felixstowe werden jährlich über 4 Millionen TEU umgeschlagen, Foto: Courtesy of the Port of Felixstowe
Die UK Chamber of Shipping fordert die britische Regierung nachdrücklich dazu auf, einen mehrere Millionen Pfund schweren Nothilfefonds einzurichten, um die unter der Corona-Krise leidende Schifffahrtsindustrie des Vereinigten Königreichs zu stützen und den Frachtverkehr aufrechtzuerhalten.
„Die Schifffahrt ist der Lebensnerv unserer Nation, und wir müssen als Industriezweig alles tun, was wir können, um unsere Versorgungswege für ein starkes und gesundes Großbritannien offen zu halten“, sagte Bob Sanguinetti, Chief Executive des britischen Branchenverbands.
Der britische Schifffahrtssektor bewältige 95 Prozent des Handels im Vereinigten Königreich und beschäftige mehr als 180.000 Menschen. „Eine sofortige und anhaltende finanzielle Unterstützung der Regierung ist notwendig, um die Einfuhr von lebenswichtigen medizinischen Hilfsgütern, Lebensmitteln, Fertigungsteilen und anderen Gütern sowie die Zukunftsaussichten unserer Seeleute zu gewährleisten“, betonte Sanguinetti. Bereits jetzt seien Geldströme stark reduziert, die Geschäftseinbußen dramatisch.
Der Hilfsfonds müsse unter anderem Gehaltszuschüsse umfassen, um den Verlust von Arbeitsplätzen und Fachwissen zu verhindern. bek
