Startschuss für CML-Neubau

Der Grundstein für den Neubau des Fraunhofer-Centers für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML) im Harburger Binnenhafen ist gelegt.

An der feierlichen Zeremonie am Lotsekanal nahmen am Mittwochnachmittag mehr als 110 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und aus der Nachbarschaft teil.

„Das CML ist ein Kompetenzzentrum für innovative Hafenprozesse und die maritime Logistik insgesamt. Mit der Erweiterung der Forschungsaktivitäten, insbesondere in den Bereichen Produktivität, Umwelt und Sicherheit, wird der Weg zu einem eigenständigen Fraunhofer-Institut geebnet und die Hamburger Wissenschaftslandschaft gestärkt“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher in seinem Grußwort.

„Das neue Gebäude bietet den Raum einschließlich einer herausragenden Forschungsausstattung, um innovative Lösungen für die drängenden Herausforderungen der Digitalisierung und Automatisierung in der maritimen Logistik, in Hafen, Schifffahrt und Schiffbau zu entwickeln“, kündigte CML-Leiter Prof. Carlos Jahn an. Dass das Fraunhofer CML mit seinem Neubau „starke Impulse für die Hamburger maritime Wirtschaft“ setzen wird, stand auch Prof. Hendrik Brinksma, Präsident der Technischen Universität Hamburg (TUHH), außer Frage. Für den Architekten des Neubaus, Stefan Tebroke von BHBVT Gesellschaft für Architekten, steht das Gebäude „für den Aufbruch in eine neue Zeit und die Neuordnung des Harburger Hafenbereichs“.

Derzeit sind auf dem Baufeld lediglich die Baugrube und die Köpfe der Gründungspfähle zu sehen. Doch noch in diesem Jahr beginnt der Hochbau des achtgeschossigen Gebäudes, das in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 bezugsfertig sein soll. Dann werden den Mitarbeitern des CML, das seit seiner Gründung an der TUHH beheimatet ist, 2400 Quadratmeter Büro-, Labor- und Werkstattflächen zur Verfügung stehen. Rund 90 Wissenschaftler, Studenten und Verwaltungsangestellte finden in dem Neubau Platz.

Mit seiner Backsteinoptik passt sich der Bau städtebaulich in norddeutsche Architekturtraditionen ein. Der Gebäudekörper selbst erinnert mit seinen schrägen Flächen und der Fassadenstruktur an Schiffsaufbauten und vom Kanal her gesehen an ein Werftgebäude.

Für den Neubau des Fraunhofer-CML sind insgesamt 20 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung wird zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gedeckt sowie zu jeweils 25 Prozent durch die Freie und Hansestadt Hamburg und aus den Bundesmitteln der Fraunhofer-Grundfinanzierung. bek

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