Verkehrsminister abgeschleppt

Maritime Großveranstaltungen ohne Traditionsschiffe?

Diese Gefahr besteht weiterhin, meint zumindest die GSHW (Gemeinsame Kommission für historische Wasserfahrzeuge e.V.). Denn die Erfüllung der neuen Schiffssicherheitsverordnung, die das Bundesverkehrsministerium auf den Weg gebracht hat und die zum 1. Juli in Kraft treten soll, dürfte für zahlreiche Traditions- und Museumsschiffe das Aus bedeuten, betont die GHSW. Mit der Verordnung könne man „überhaupt nicht leben“, erklärte Nikolaus Kern, stellvertretender GHSW-Vorsitzender, dem THB. Zugleich widersprach er Berichten, wonach das am 23. Mai in Berlin geführte Spitzengespräch mit dem parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann einen Durchbruch in der Sache gebracht habe. Das hatten seinerzeit zumindest die Stiftung Hamburg Maritim und der Museumshafen Oevelgönne e.V. verbreitet. Doch GHSW-Vorstandsmitglied Kern teilt diese Sicht auf die Dinge ausdrücklich nicht. Somit gehe der Protest weiter.

Eine ideale Bühne dafür bot jetzt auch die Kieler Woche. Aktivisten aus dem Kreis der Traditionsschiffer hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen: Mit einem Schlauchboot zogen sie eine überdimensionale Büste, die Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt darstellte, durch die Kieler Innenförde. Über dem Kopf war ein Transparent gespannt: „Traditionsschiffe retten“. Dobrindt war unlängst auch zur Zielscheibe eines anderen Protests geworden: Gegner des geplanten Fehmarnbelttunnels hatten dem Minister, der klar für das Projekt ist, die Auszeichnung „Betonkopf des Jahres“ verliehen. EHA

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