Verschrottungen im „Pausenmodus“

Der Abbruch von Schiffstonnage ist in den vergangenen Tagen nahezu zum Erliegen gekommen. Das geht aus dem jüngsten Marktbericht des Schiffsmaklers Clarkson Platou Hellas mit Sitz in Athen hervor.

So habe es jüngst nur lockere Verhandlungen über „eine Handvoll Einheiten“ gegeben, zudem mangele es grundsätzlich an Abbruch-Tonnage, die auf dem Markt platziert werden könne. Wie der Bericht weiter angibt, hätten pakistanische und indische Abbrecher im Gegensatz zu ihren Wettbewerbern aus Bangladesch zwar Interesse daran, Tonnage zu erwerben, aber nicht auf dem aktuellen Preisniveau. Sie würden abwarten, bis sich die Preise „ihren eigenen Vorstellungen“ annähern.

Die Branche bewege zudem weiterhin die vor kurzem erfolgte Explosion des Tankers „Kelana 4“ auf einer Abbruchwerft in Bangladesch, bei der zwei Arbeiter getötet und fünf schwer verletzt wurden. Alle verfügbaren Informationen deuteten darauf hin, dass die Explosion durch Schweißfunken bei den Zerlegearbeiten hervorgerufen wurde. Dieser Vorgang würde die aktuellen Sicherheitsstandards auf den Werften erneut infrage stellen, vermuten die Autoren des Clarkson-Platou-Berichtes. So sei die Regierung von Bangladesch jetzt erneut dem Druck ausgesetzt, ihre Schiffsrecyclingindustrie stärker zu überwachen und zu regulieren.

Indes hat <link https: www.thb.info rubriken umwelt single-view news malta-ratifiziert-hong-kong-convention.html ratifiziert hong kong>Malta zuletzt als zwölfte Nation die Hong Kong Convention für sicheres und sauberes Schiffsrecycling der International Maritime Organization (IMO) ratifiziert. Für das Inkrafttreten des Übereinkommens sind zwar mindestens 15 Staaten erforderlich, dennoch sei der Beitritt Maltas eine „erneute internationale Anerkennung der erheblichen Verbesserungen und Investitionen, die bereits von vielen Werften vor allem in Indien und teilweise auch in Bangladesch vorgenommen wurden“, schlussfolgert Clark son Platou Hellas. bo/ger

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