Werften punkten beim Spezialschiffbau

Die Stimmung in der maritimen Wirtschaft hat sich im Herbst 2015 unterschiedlich entwickelt: Während sie im Schiffbau gestiegen ist und in der Hafenwirtschaft stabil bleibt, sind die deutschen Reeder skeptisch.

Das ist das Ergebnis der am Dienstag veröffentlichten IHK-Nord-Konjunkturumfrage für die maritime Branche. Wirtschaftliche Risiken sehen die befragten Unternehmen demnach vor allem bei der Auslandsnachfrage und einer schwächeren Weltkonjunk tur.

Beim Schiffbau kletterte der Index im Vergleich zum Frühjahr 2015 von 87,2 auf 119,2 Punkte. „Die deutschen Werften sind im Spezialschiffbau gut aufgestellt, trotz hart umkämpfter Weltmärkte“, resümiert Fritz Horst Melsheimer, Vorsitzender der IHK Nord und Präses der Handelskammer Hamburg. Dies bestätigen seiner Ansicht nach der Lagebericht der Bundesregierung zur maritimen Wirtschaft und die gute Stimmung auf der Nationalen Maritimen Konferenz.

Der Geschäftsklimaindex der Hafenwirtschaft bleibt mit 103,1 Punkten stabil. „Die schwächere Weltkonjunktur, der Rückgang bei den Russland-Verkehren sowie neue Terminalkapazitäten in Rotterdam belasten die Aussichten für die deutschen Seehäfen. Wir erwarten dieses Jahr unterm Strich kein großes Wachstum beim Umschlag“, so Melsheimer.

Bei den Reedern sinkt das Konjunkturbarometer leicht auf 92,9 Punkte. „Die Tankermärkte sind dieses Jahr gut gelaufen. Neue Impulse könnte auch das Ende des Iran-Embargos bringen. Dagegen verzeichnen wir weiter eine rückläufige Tendenz der Raten am Chartermarkt für Containerschiffe.“ Eine Trendwende konnte der IHK-Nord-Vorsitzende in diesem Segment bislang nicht ausmachen. bre

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