125 Offshore-Anlagen im Jahr

Hat sich als Offshore-Produktions- und Logistik-Standort bestens bewährt: Bremerhaven, Foto: Scheer
Das Land Bremen hält auch in einer neuen, dritten Koalition mit den Grünen am Bau des „Offshore Terminal Bremerhaven“ (OTB) fest.
Das bekräftigte jetzt Bremens alter und neuer Häfen- und Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD). Das Projekt ist weiterhin mit einer Investitionssumme von rund 180 Millionen Euro veranschlagt, die für das unter einer akuten Haushaltsnotlage leidende kleinste Bundesland auch knapp fünf Jahre nach Vorstellung der ersten Projektpläne weiterhin die zentrale Herausforderung darstellt.
Günthner sieht im OTB die entscheidende Stellschraube, um Bremerhaven weiterhin als führendes europäisches Zentrum der Windenergie-Produktion und -Logistik abzusichern und weiterzuentwickeln. Der Senator dazu: „Wir stehen ohne Wenn und Aber zum OTB, dem wichtigsten maritimen Investitionsprojekt, das in den kommenden Jahren im Land Bremen verwirklicht wird.“ Er untermauerte seine Entschlossenheit auch mit aktuellen Untersuchungen der Institute „Prognos“ und „Planco“.
So gehe allein letztgenanntes Institut für Bremerhaven im Zeitraum 2021 bis 2025 von einem Marktpotenzial von jährlich 105 Offshore-Windenergieanlagen aus. In einem optimistischen Szenario, das den Zeitraum 2021 und 2022 berücksichtigt, könnten sogar bis zu 125 Anlagen im Jahr möglich sein. Bis 2025 halten die Fachleute auch jährlich 190 Anlagen für erreichbar. Günthner erinnerte daran, dass „Planco“ herausstellt, dass es sich beim Standort des OTB „um den einzigen Heimathafen von Turbinenherstellern in Deutschland handelt. Konkret: Zwei von insgesamt fünf Turbinenherstellern produzieren aktuell in der Weser-Stadt.
„Prognos“ wiederum kalkuliert mit jährlich bis zu 140 Anlagen, die über den OTB zu verschiffen wären. EHA
