Akzeptanz für Offshore-Testfeld

Die Akzeptanzprobleme vieler Menschen gegenüber Windparks vor der Küste sind nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel (SPD) unbegründet.

Dies ergebe sich aus langjährigen wissenschaftlichen Untersuchungen zu den beiden jeweils ersten Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee, sagte Pegel jetzt bei der am Donnerstag zu Ende gegangenen 8. Zukunftskonferenz „Wind & Maritim“ mit rund 300 Teilnehmern in Rostock.

Hintergrund für die Äußerungen ist das bis 2023 geplante nationale Testfeld für Offshore-Anlagen vor der Küste Warnemündes. Es soll rund elf Kilometer vor der Küste entstehen. Die teils mehr als 200 Meter hohen Windkraftanlagen werden deutlich zu sehen sein. Vorgaben etwa für die Größe der Anlagen werde es nicht geben, hieß es. Neben dem Testfeld kann zudem ein kommerzieller Windpark errichtet werden. Letztlich könnten dort bis zu 25 Anlagen stehen, sagte der Vorsitzende des Windenergie-Netzwerks MV, Andree Iffländer.

Es sei erfreulich, dass Strom aus Offshore-Windanlagen immer günstiger produziert werden kann, unterstrich der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann (CDU). Allerdings fehle es noch an Möglichkeiten, den Strom dorthin zu transportieren, wo er tatsächlich benötigt wird. Es sei eine der Aufgaben, neue Verfahren des Stromtransports zu erproben.

Um den Strom zu verbrauchen, müsse im Rahmen der Energiewende auch die Sektorenkopplung gelingen, sagte Brackmann. Er müsse mit dem Wärme- und dem Verkehrsbereich verbunden werden. Das führe zu der Frage, wie „grüner Wasserstoff“ im großen Maßstab als Ausgangsstoff für andere Energieträger oder Verbrennungsmittel verwendet werden kann.

„Das hört sich alles super an, nur geht es ein bisschen langsam“, kritisierte indes Lars Bondo Krogsgaard, Co-Vorstand des Anlagenherstellers MHI Vestas Offshore Wind. Er forderte höhere Ausbauziele für die Windenergie. Andernfalls werde es Deutschland nicht gelingen, bis 2030 wie festgelegt 65 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen zu erzeugen. lmv/ger

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