Aus „Oland“ wird „Hog Stean“

Noch unter altem Namen im neuen Heimathafen: „Oland“ in Bremerhaven, Foto: Eckardt
Im Zuge einer Versteigerung über die Vebeg, die Treuhandgesellschaft zur Verwertung von ausgemustertem Eigentum des Bundes, hat die Haraco Holding GmbH aus Bremerhaven das ehemalige Vermessungsschiff „Oland“ erworben.
Das Schiff, das noch bis November im Auftrag des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein im Einsatz gewesen war, ist mittlerweile von Husum in den neuen Heimathafen Bremerhaven überführt worden.
Wie Haraco-Geschäftsführer Oliver Rautenberg jetzt mitteilte, soll die „Oland“ nach Vorlage aller behördlichen Unterlagen und kleinerer Überholungs- und Wartungsarbeiten bereits ab Mai für Offshore-Dienstleistungen zur Verfügung stehen – etwa für die Wasser- und Schifffahrtsämter an der Nord- und Ostsee. Zuvor solle das Schiff noch den neuen Namen „Hog Stean“ erhalten.
Das 1985 von der Husumer Schiffswerft abgelieferte, 25,7 Meter lange Schiff verfügt über einen Tiefgang von lediglich 1,60 Metern und ist damit für Einsätze im Wattenmeer aber auch im Bereich der sehr flachen Schlei prädestiniert, wie Rautenberg weiter ausführt. Dank der vier Einzelkojen und einer Doppelkoje können auch längere Einsätze auf See absolviert werden können. Ausgerüstet ist das Schiff unter anderem mit einem Bug-Deckskran von Palfinger (Hubkraft: 1,28 Tonnen) sowie einem Atlas-Heckkran (Hubkraft: 1,55 Tonnen).
Seit einigen Jahren schon betreibt die Haraco Holding GmbH auch die 1962 erbaute „Schall“ und bietet das 50 Meter lange Spezialschiff ebenfalls für Dienstleistungen in Nord- und Ostsee an. Das ehemalige Forschungsschiff kommt unter anderem als Verkehrssicherungsfahrzeug für die Wasser- und Schifffahrtsämter zum Einsatz. CE/bek
