Baggeraufwand nimmt weiter zu

Der ungebrochene Trend zu Megafrachtern und damit auch zu größeren Konstruktionstiefgängen wird dem niederländischen Wasserbau-, Offshore- und Dienstleistungskonzern Koninklijke Boskalis Westminster NV mittel- und langfristig weiter zugute kommen.

Davon ist der börsennotierte Konzern zutiefst überzeugt. So trug der Geschäftsbereich „Dredging & Inland Infra“ 2015 dank einer Reihe von spektakulären Großaufträgen maßgeblich zum Gesamtergebnis des Konzerns bei, teilte das Unternehmen am Mittwoch am Stammsitz in Papendrecht bei der Vorlage der Konzernzahlen 2015 mit. Zu den Glanzlichtern des abgeschlossenen Geschäftsjahres im Bagger-Bereich zählte Boskalis-CEO Peter Berdowski die gewaltigen Ausbaumaßnahmen im Suezkanal. Das Gesamtprojekt habe auch für den in vielen Vorhaben erfahrenen Konzern einen in dieser Höhe „außergewöhnlichen Umfang“ gehabt. Viele Standorte seien zudem durch die Indienststellung immer größerer Schiffe dazu gezwungen, die Häfen und deren Zufahrten zu vertiefen oder zu verbreitern. Boskalis Westminster ist zum Beispiel mit Spezialschiffen auch für deutsche Rechnung, etwa auf der Elbe, unterwegs.

Berdowski bewertet 2015 unterm Strich als „sehr erfolgreich“, wenngleich sich das Marktumfeld in verschiedenen Bereichen, so vor allem bei der Öl- und Gas-Exploration als Folge des Energiepreisverfalls, als sehr schwierig erwies und wohl auch weiter erweisen werde. Hingegen böten sich durch den forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien, dargestellt über die zahlreichen Offshore-Windparks weltweit, erhebliche Chancen. In einem eher volatilen Umfeld entwickle sich das Segment Schlepperassistenzdienste. 2015 erwirtschaftete der weltweit tätige Konzern einen Umsatz von rund 3,24 Milliarden Euro (2014: 3,17 Milliarden Euro). Als EBITDA weist der Konzern für 2015 rund 885 Millionen Euro (2014: 946 Millionen Euro), als EBIT 563 Millionen Euro (652 Millionen Euro) aus. Der Nettogewinn beläuft sich auf 440 Millionen Euro (490 Millionen Euro). 2016 steht für den Konzern auch im Zeichen eines straffen Kostenmanagements. Als Investitionen plant das Unternehmen rund 200 Millionen Euro ein, die vollständig aus eigenem Cashflow finanziert werden. EHA

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