Bewegung in „Hornsea“-Windparks

Neben dem Jack-up-Vessel „Innovation“ (Foto) waren auch die „Sea Installer“ und die „Sea Challenger“ für die Installationsarbeiten im Einsatz, Foto: Deme Group
Ørsteds Offshore-Windpark „Hornsea One“ vor der britischen Küste hat einen weiteren Meilenstein erreicht: Die Installation aller 174 Gründungsstrukturen ist abgeschlossen. Das teilte die Deme Group, die für die Installation der Monopiles und Transition Pieces zuständig war, jetzt mit.
Das belgische Unternehmen verbucht die Aktion als Erfolg: „Dieses Projekt zeigt einmal mehr, dass Deme Offshore in der Lage ist, große Projekte mit 100 oder mehr innerhalb eines Jahres zu installierenden Einheiten umzusetzen“, sagte Jan Klaassen, Business Unit Manager bei Deme Offshore.
Zum Einsatz kamen unter anderem die Jack-up-Vessel „Innovation“, „Sea Installer“ und „Sea Challenger“. Auch das jüngste Schiff der Deme-Flotte, die „Apollo“, war den Angaben zufolge an den Arbeiten beteiligt und entfernte den Windmessmast.
„Hornsea One“ entsteht rund 120 Kilometer östlich der Yorkshire Coast. Bei Fertigstellung – planmäßig im ersten Quartal 2020 – soll der Windpark über eine Gesamtleistung von 1218 Megawatt verfügen. Damit wäre er der dann leistungsstärkste Windpark der Welt. Mitte Februar ging bereits die erste Sieben-Megawatt-Turbine von Hersteller Siemens Gamesa in Betrieb.
Boskalis verlegt Exportkabel für zweite Phase des „Hornsea“-Projekts
Doch nicht nur im Baufeld von „Hornsea One“ laufen die Arbeiten auf Hochtouren, sondern auch bei „Hornsea Two“. Im Rahmen der zweiten Phase des Hornsea-Projekts will Ørsted eine noch größere Gesamtleistung erreichen: So soll „Hornsea Two“ nach der für 2022 geplanten Fertigstellung auf 1386 Megawatt kommen.
An dem Rekordprojekt rund 90 Kilometer vor der Yorkshire Coast ist nun auch Royal Boskalis Westminster beteiligt, wie das niederländische Unternehmen am Montag mitteilte. Demnach habe Boskalis den rund 100 Millionen Euro schweren Auftrag für die Verlegung der Exportkabel erhalten. Der Auftragsumfang beinhalte vorbereitende Untersuchungen und Baggerarbeiten sowie die Installation und den Schutz der drei rund 130 Kilometer langen Kabel, die mit dem Onshore-Umspannwerk verbunden werden. Laut Boskalis beginnen die Arbeiten noch im laufenden Jahr und sollen Ende 2021 abgeschlossen sein.
Derweil befindet sich Ørsted nach eigenen Angaben bereits in der Entwicklung von „Hornsea Three“ und „Hornsea Four“. ger