Freie Sicht auf die „Gorch Fock“

Auf der Bremerhavener Bredo Werft wird die „Gorch Fock“ freigelegt. Über drei Jahre hatte das Segelschulschiff der Deutschen Marine hinter Baugerüsten als Witterungsschutz verbracht.

 Mit dem Abbau beginnen die Vorbereitungen für die geplante Ausdockung. Wie Dirk Harms, Geschäftsführer der Bredo Werft mitteilte, soll der Rumpf der Bark am 21. Juni zu Wasser gelassen  werden.

Ob dieser Termin eingehalten werden kann, ist jedoch unklar. Denn das Bremerhavener Unternehmen verlangt noch immer mehrere Millionen Euro von der mittlerweile insolventen Elsflether Werft. Diese war mit den Sanierungsarbeiten am Segelschulschiff beauftragt worden und hatte dafür das Schwimmdock der Bredo Werft gemietet. Die Höhe der Forderungen soll früheren Meldungen zufolge 4,3 Millionen Euro betragen.

Was passieren wird, wenn die Kostenerstattung nicht erfolgt, bleibt abzuwarten. In früheren Gesprächen hatte Harms darauf hingewiesen, von einem möglichen Sonderpfandrecht Gebrauch zu machen.

Nach der Freilegung bietet das Schiff einen ungewohnten Anblick: Anstatt des bekannten schneeweißen Rumpfes zeigt das knapp 90 Meter lange Schiff einen olivgrünen Anstrich, die Grundierung. Auch wenn der Rumpf am kommenden Freitag tatsächlich ausgedockt werden sollte, ist fraglich, wohin das leere und antriebslose Segelschulschiff geschleppt wird. Hierzu liegen der Bredo Werft keine Informationen vor. Auch seitens der Marine gab es hierzu bislang keine Auskunft. CE/acw

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