Heftiger Streit um Ausbauziel
Rund 360 Teilnehmer treffen sich derzeit zur 4. „Zukunftskonferenz Wind und Maritim“ in Rostock. Sie ist Angaben der Veranstalter zufolge die einzige Konferenz in Mecklenburg-Vorpommern, die Windenergie mit der maritimen Wirtschaft verbindet.
Wesentliche Inhalte der heute zu Ende gehenden Tagung sind die Markt- und Technologietrends in der Windenergie an Land und auf hoher See sowie im Bereich Hafen und Logistik. Diese Themen sind von zunehmender wirtschaftlicher Bedeutung für die Region im Norden und Nordosten Deutschlands.
Ein wichtiges Ziel der Konferenz ist es, die Unternehmen der maritimen Wirtschaft und der Windenergie miteinander in Verbindung zu bringen und neue Kooperationen zu schaffen. Zu den rund 40 Referenten gehört die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Claudia Kemfert.
Zu heftigen Diskussionen kam es am ersten Tag über die künftige Ausrichtung der Energiepolitik Mecklenburg-Vorpommerns. Im Zentrum steht der Ausbau der Offshore-Windenergie im Küstenmeer. Nach massiven Einwänden aus der Schifffahrt, der Fischerei, von Touristikern und Naturschützern hatte jüngst die Landesregierung die ersten Ausbaupläne massiv gekürzt. Von den geplanten 580 Quadratkilometern Offshore-Windparkflächen im Küstenmeer sollen 197 übrig bleiben. Die Experten wollten darüber beraten, welche Auswirkungen für den Ausbau der Windkraft an Land zu erwarten sind. pk