Hintergrund: Junger Branche fehlt Rückenwind

Für die Energiewende in Deutschland ist die Windstrom-Gewinnung auf hoher See ein unverzichtbarer Baustein, Foto: Offshore Stiftung
Im Laufe der vergangenen Jahre haben der wachsende Energiebedarf und das Streben nach Alternativen zu den Kohlekraftwerken die Grundvoraussetzungen für die Branche der erneuerbaren Energien geschaffen.
Dabei spielt insbesondere die Offshore-Wind-Industrie eine zunehmend wichtige Rolle. Außer Dänemark und Großbritannien entwickelt sich nun Deutschland verstärkt zu einem Dreh- und Angelpunkt auf dem europäischen Offshore-Markt. Die Nord- und Ostsee sind dabei geeignete Standorte, um die von der Bundesregierung angestrebte Energiewende voranzutreiben. Allein in der Nordsee wurden in den ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) 13 Cluster für Offshore-Windparks geplant, die teilweise mehr als 50 Seemeilen entfernt von der Küste lokalisiert sind. Nach den kürzlich veröffentlichten Ausbauzielen wird ein Großteil dieser Projekte vorerst keine Genehmigung erhalten, da die Kapazitätszuweisungen für Netzanschlüsse begrenzt sind. Vor dem Hintergrund der langen Planung und des investierten Kapitals in Millionenhöhe sorgen diese Nachrichten für gedämpfte Stimmung und stellen die Branche vor erste regulatorische Hürden.
