Offshore braucht Rückenwind

Die Industrie sieht im gebremsten Ausbau der Offshore-Windenergie verlorenes Potenzial, Foto: Stiftung Offshore-Windenergie, Doti, Matthias Ibeler
Die Offshore-Windenergie als Fundament der Energiewende kann deutlich mehr leisten, als die Pläne der Bundesregierung derzeit vorsehen.
Davon sind die Branchenorganisationen Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore, Erneuerbare Energien Hamburg, Windcomm Schleswig-Holstein, die Stiftung Offshore-Windenergie, das Wind Energy Network und der WAB überzeugt. Zugleich sei eine Erhöhung des Ausbaupfades auf mindestens 20 Gigawatt bis 2030 zwingend notwendig, um bis dahin das 65-Prozent-Ziel des Ökostromanteils in Deutschland erreichen zu können.
Als erster Schritt sollte daher der im Koalitionsvertrag verankerte Sonderbeitrag realisiert werden, appellieren die Organisationen. Die Branche hält nach eigenen Angaben einen Sonderbeitrag von bis zu zwei Gigawatt für umsetzbar. Es gebe freie Konverter- und Netzkapazitäten, die bereits Ende 2019 oder Anfang 2020 vergeben und in der ersten Hälfte der 2020er Jahre installiert werden könnten. Dazu sollten unverzüglich gemeinsam mit der Branche Umsetzungsmöglichkeiten erörtert werden.
Aber auch volkswirtschaftlich sei eine Anhebung der Ausbauziele von Vorteil: Die aktuell rund 24.500 Arbeitsplätze in der Branche könnten bis 2035 auf 35.000 anwachsen, der Umsatz um rund 7 Milliarden Euro zulegen.
Ohnehin gehen die Organisationen noch einen Schritt weiter: Bis 2035 sei ein Ausbauziel von 35 Gigawatt unter Berücksichtigung der Entwicklung neuer Speichertechnologien und der Bedarfe aus dem Bereich der Sektor kopplung denkbar. ger