Offshore-Testfeld kann kommen

Zehn bis zwölf Offshore-Windkraftanlagen sind für das Testfeld vorgesehen. Sie werden von Land aus sichtbar sein. Foto: Stiftung Offshore Windenergie
Ein bundesweit einmaliges Testfeld für Offshore-Windanlagen rund zwölf Kilometer vor Warnemünde kann kommen. Das hat der Bundestag jetzt im Rahmen des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes beschlossen, teilte das Energieministerium in Schwerin mit.
Laut Minister Christian Pegel (SPD) ist die Inbetriebnahme des Felds für 2023 geplant. Bis dahin sei es aber noch ein weiter Weg, sagte er mit Blick auf die verschiedenen Genehmigungsverfahren. Grundlage ist das Landesraumentwicklungsprogramm aus dem Jahr 2016. Das Testfeld soll Platz für zehn bis zwölf Offshore-Windkraftanlagen bieten, die von Land aus sichtbar sein werden.
Nun könne begonnen werden, ein Konzept für die Nutzung des Testfelds und die Auswahl der zu testenden Anlagen zu entwickeln, so Pegel. Zudem soll unter Einbeziehung der Akteure in Warnemünde ein Konzept entstehen, um eine möglichst breite Akzeptanz des Testfelds zu erreichen. Er werde sich dafür stark machen, dass – soweit rechtlich möglich – lokale Unternehmen und Forschungseinrichtungen eingebunden werden. Nur bei entsprechender Vor-Ort-Beteiligung könne ein Großprojekt wie ein nationales Offshore-Testfeld zu einem Zukunftsprojekt werden, das innerhalb der ganzen Region akzeptiert sei.
„Für den Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern ist es ebenso wie für den Industriestandort Deutschland entscheidend, dass es nun seit Jahren erstmals reale Testmöglichkeiten für Offshore-Komponenten geben wird“, sagte Pegel. Wegen der Nähe des Testfelds zur Küste und zu Rostock mit der Universität und außeruniversitären Forschungseinrichtungen dürfte das Testfeld weltweit nahezu einmalig sein, so Pegel. „Es ist die Chance, den Technologievorsprung, den sich deutsche Industrie- und Anlagenbauer mit einigen wenigen europäischen Konkurrenten erarbeitet haben, zu sichern.“ lmv/fab
