Petrobras mit Rekordverlust

Der von einem Korruptionsskandal erschütterte brasilianische Erdölkonzern Petrobras hat für 2015 einen Rekordverlust verbucht.

Das staatlich kontrollierte Unternehmen meldete jetzt einen Fehlbetrag von umgerechnet 8,6 Milliarden Euro. Als wesentliche Gründe nennt Petrobras Abschreibungen infolge der gefallenen Ölpreise, schlechte Bewertungen durch Rating-Agenturen und die Abwertung der brasilianischen Währung Reais. Für 2014 stand ein Minus von umgerechnet 6,7 Milliarden Euro in den Büchern. Vor dem Ausbruch des Skandals erwirtschaftete der Konzern 2013 noch einen Gewinn von umgerechnet 7,3 Milliarden Euro.

Der Ölkonzern hatte jüngst angekündigt, sein auf fünf Jahre ausgerichtetes Investitionsprogramm von 130 auf 80 Millionen Dollar zu kürzen, um der zunehmenden Verschuldung entgegenzuwirken (THB 4. März 2016). Unter anderem sollen Ölfelder in Argentinien verkauft werden. Die neue Raffinerie Comperj in Rio de Janeiro mit einer Kapazität von täglich 165.000 Barrel soll erst 2023 in Betrieb genommen werden. Der Plan war ursprünglich, den 2008 begonnenen Bau 2016 einzuweihen.

Für E.R. Schiffahrt etwa ist Petro bras wichtigster Charterkunden im Offshore-Geschäft. Die Hamburger Reederei hatte 2015 in Brasilien die E.R. Offshore Navegação gegründet. fab/dpa

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