„Saga Sapphire“ bei Blohm + Voss

Die „Saga Sapphire“ liegt voraussichtlich bis 9. Juni für Reparaturarbeiten bei Blohm + Voss, Foto: Eckardt
Das Kreuzfahrtschiff „Saga Sapphire“ der britischen Saga Cruises hat jetzt bei der Hamburger Werft Blohm + Voss für einen mehrwöchigen Werftaufenthalt festgemacht. Wie ein Sprecher von Blohm + Voss dem THB mitteilte, wird das Schiff die Werft voraussichtlich am 9. Juni wieder verlassen.
Der Hauptarbeitsumfang liegt dabei im Bereich einer Hauptmaschinenreparatur durch den Motorenhersteller MAN, wobei Blohm + Voss für diese Arbeiten den Liegeplatz zur Verfügung stellt. Des Weiteren werden von Blohm + Voss allgemeine Stahl- und Rohrwerksreparaturarbeiten im Aufbautenbereich durchgeführt, außerdem diverse Maschinenanlagenreparaturen. Eine Dockung der „Saga Sapphire“, wie sie zuletzt vor zwei Jahren bei Damen Shiprepair in Rotterdam umfangreich erfolgte, ist nach Werftangaben diesmal nicht geplant.
In diesem Sommer läuft die „Saga Sapphire“ auch zwei deutsche Kreuzfahrthäfen an: am 20. September Wismar und am 21. Juni und 17. Dezember die Columbuskaje in Bremerhaven.
Das knapp 200 Meter lange und unter Malta-Flagge verkehrende Schiff ist deutschen Kreuzfahrtgästen nicht ganz unbekannt, handelt es sich dabei doch um die ehemalige, fünfte „Europa“ von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, die 1981 auf der Werft Bremer Vulkan unter der Baunummer 1001 für umgerechnet rund 130 Millionen Euro gebaut wurde. In den folgenden 18 Jahren war das mit 28.890 BRZ vermessene Schiff weltweit mit meist deutschen Gästen für Hapag-Lloyd im Einsatz.
Nach der Infahrtsetzung der neuen, sechsten „Europa“ für Hapag-Lloyd Kreuzfahrten von der Kvaerner Masa Yards in Finnland im Jahr 1999 wurde dann die fünfte „Europa“ an den neuen Eigner Star Cruises in Hamburg übergeben, der das Schiff unter dem Namen „SuperStar Europe“ zunächst in Thailand einsetzte.
Es folgten Stationen bei der spanischen Pullmantur Cruises als „Holiday Dream“ und als „Bleu de France“ ab 2008 für die französische Croisieres de France. Im Jahr 2011 erwarb die britische Saga Cruises das Kreuzfahrtschiff und lies es zunächst umfangreich bei der italienischen Fincantieri-Werft in Triest umbauen. Dabei wurden nicht nur die Inneneinrichtung komplett renoviert und die Kabinenkapazität von 752 auf 706 Gäste reduziert, sondern auch Balkone auf Deck 8 an 46 Außenkabinen angebracht. Die Jungfernfahrt unter der Flagge von Saga Cruises startete im April 2012, stand aber unter keinem guten Stern, denn die Reise musste aufgrund eines Maschinenschadens abgebrochen werden.
Im vergangenen Jahr hat Saga Cruises bei der Meyer Werft in Papenburg ein 234 Meter langes und 30,8 Meter breites Kreuzfahrtschiff für rund 1000 Passagiere zur Lieferung im Sommer 2019 bestellt. Es besteht die Option für einen weiteren Neubau mit Lieferung im Frühjahr 2021. CE/fab
