„Sandnes“ als Schlickrutscher

Grundberührung: Die „Sandnes“ lag in voller Länge auf , Foto: Hasenpusch
Glimpflich verlief am Sonntag die Havarie des unter Antigua-Flagge fahrenden, auf den Transport von Steinen spezialisierten Frachters „Sandnes“ (IMO 9306029) in Hamburg.
Beim Verlassen der Werft Pella Sietas geriet der 2005 auch auf dieser Werft gebaute Bulker mit Selbstentladesystem in Höhe des Mühlenberger Lochs auf eine weitläufige Schlickfläche. Mit vereintem Einsatz von fünf Schleppern gelang es dann am Sonntagabend, die 166 Meter lange und 24 Meter breite „Sandnes“ wieder zurück in tieferes Wasser zu bugsieren. Die Aktion verlief nach Darstellung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Hamburg pro blemlos.
Das Schiff war zum Havariezeitpunkt unbeladen. Betriebsstoffe traten nicht aus, bestätigte die Wasserschutzpolizei. Der Fall sei nicht mit dem des Container-Riesen „CSCL Indian Ocean“ vergleichbar, der Anfang Fe bruar tagelang in der Elbe bei Stade feststeckte, betonte der Polizeisprecher.
Das vom DNV GL klassifizierte Schiff hatte die Werft am 15. Februar für den Einbau eines Scrubber-Systems angelaufen. Es war das vierte Schiff, das für die Reederei HJH Shipmanagement nachgerüstet wurde. Den Auftrag hatte das Unternehmen im Februar vergangenen Jahres vergeben (THB 6. Februar 2015). Pro Nachrüstung war damals mit einem Betrag zwischen 3 und 3,5 Millionen Euro kalkuliert worden. EHA/dpa
