Schiffbau soll Standort stärken

Die rot-grüne Landesregierung strebt in Emden eine Renaissance des Schiffbaus an.

Im Niedersächsischen Landtag erklärte Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD): „Unser Ziel muss sein, den Einstieg in den Schiffbau wieder möglich zu machen; da sind wir sehr zuversichtlich, da sind wir in intensiven Gesprächen.“ Denkbar wäre etwa, Teile des U-Boot-Baus von Kiel nach Emden zu holen. Die maritime Wirtschaft in Niedersachsen benötigt laut Lies eine ähnliche Förderung wie die Luftfahrt. Investiert werden müsse vor allem in innovative Lösungen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Lies ging in der Fragestunde auch auf Kritik an einer Registrierung von Schiffen in Deutschland ein. Die Kritik sei groß am Umgang mit der deutschen Flagge. Der vorherrschende Eindruck, der in Deutschland entstehe: Man macht es den deutschen Reedern nicht gerade leicht. Das Ziel müsse ein Stopp der Ausflaggung und danach eine Rückholung der unter fremder Flagge fahrenden Schiffe sein. 345 Schiffe fahren heute noch unter deutscher Flagge, davon knapp 120 aus Niedersachsen.

Zum 30. Juni 2015 bereederten Schifffahrtsunternehmen des Bundeslandes 1069 Handelsschiffe mit einer Bruttoraumzahl (BRZ) von 14,1 Millionen (Deutschland: 3151 Schiffe und 80 Millionen BRZ). In der maritimen Wirtschaft des Landes sind direkt rund 40.000 Menschen beschäftigt. FBi/lni

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