„Widening“ als Erfolgsrezept

Da Schiffe der Panamax-Klasse unter den aktuellen Marktgegebenheiten nur bedingt konkurrenzfähig sind, hat die Reederei NSB ein neues Konzept zur Verbreiterung der Frachter erarbeitet und jetzt erstmals erfolgreich umgesetzt.

„Widening“ nennt die Reederei mit Sitz in Buxtehude bei Hamburg ihr Projekt, das dafür sorgen soll, dass Panamax-Einheiten auch zukünftig profitabel betrieben werden können. Wie das funktionieren kann, hat NSB jetzt erstmalig mit dem Umbau der „MSC Geneva“ bei der HRDD Werft in China demonstriert. Dort gelang es, durch das Widening die Ladekapazität des Schiffes von 4860 auf über 6300 TEU zu erhöhen. Nach Aussage der Reederei lässt sich die Containerkapazität der Schiffe durch Widening um mehr als 20 Prozent steigern und ein IMO Energy Efficiency Design Index (EEDI) auf dem Niveau von Neubauten erreichen. Zudem sei der Ankauf eines gebrauchten Schiffes mit anschließender Verbreiterung günstiger als eine Neubau-Order. „Der Kern unserer Innovation ist, dass wir ein Schiff in Bereichen geringer Beanspruchung schneiden und durch Verbreiterung sowohl die Tragfähigkeit als auch die Querstabilität signifikant erhöhen“, erläutert Lutz Müller, Senior Technical Advisor der Reederei NSB.

Die „MSC Geneva“ ist das erste von drei Schiffen, die die Reederei NSB einem solchen Widening unterzieht. Nach ihr werden die „Buxhai“ und die „MSC Carouge“ im Dock der HRDD Werft erwartet. Für den Umbau des ersten Schiffes veranschlagt die Reederei vier Monate, künftige Widening-Arbeiten sollen dank der vorherigen Projekterfahrungen schneller durchgeführt werden können.

Als Zielgruppe hat man in Buxtehude „Schiffe der Panamax-Klasse, die ab 2005 abgeliefert wurden“, ausgemacht. Alle Widening-Projekte der Reederei werden in Zusammenarbeit mit der Klassifikationsgesellschaft DNV GL realisiert. bre

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