Windkraft beflügelt die Energiewende

Die Kraft des Meeres: Offshore-Windparks liefern von Jahr zu Jahr einen höheren Beitrag zur nationalen Stromversorgung in Deutschland und der EU, Foto: DOTI, Matthias Ibeler
Saubere Energie, erzeugt durch gewaltige Windkraftanlagen auf hoher See: Für Deutschland ist das seit zehn Jahren der Fall.
Windräder in Nord- und Ostsee sind damit die Garanten für die eine erfolgreich Energiewende in der Bundesrepublik. „Zu Beginn des Offshore-Zeitalters herrschte jedoch große Skepsis“, erinnert sich Jörg Buddenberg, Geschäftsführer beim Oldenburger Energieversorger EWE. Und er erinnert sich weiter: „Die bislang unerprobte Technik funktioniert nie, sagten damals die Kritiker.“ Der EWE-Geschäftsführer sieht im Bau des ersten Windpark-Testfeldes Alpha Ventus in der Nordsee vor zehn Jahren ein Pionierprojekt: „Das war zwar kein Renditethema, aber eine wichtige Investition in die Zukunft.“ Zwölf Anlagen der Fünf-Megawatt-Klasse drehen sich im Test-Windpark Alpha Ventus 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum. Die Nordsee ist dort 30 Meter tief – nur eine von vielen Herausforderungen für die Techniker beim Aufbau der ersten Anlagen im April 2009. Schlechtes Wetter mit Sturm und hohen Wellen erschwerten die Bauarbeiten. Die Kosten verteuern sich um 60 auf 250 Millionen Euro. Doch im April 2010 konnte Alpha Ventus schließlich den Betrieb aufnehmen. Der damalige Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) bezeichnete die Eröffnung als „schönsten Tag seiner Amtszeit“. Für das Pilotprojekt hatten EWE und die Stromkonzerne Eon und Vattenfall das Konsortium Doti gegründet. Die Erfahrungen aus dem Testfeld sollten allen künftigen Offshore-Windparks zugute kommen.
Bis heute wurden viele Milliarden Euro in Meereswindparks in Deutschland und Europa investiert. Inzwischen sind zudem Windkraftwerke mit acht Megawatt am Markt und solche mit zehn Megawatt in Sichtweite. EHA/dpa
