Windparks sachlich angehen
Nach der Reduzierung der Pläne zur Offshore-Windenergie hofft das Windenergie Netzwerk in Mecklenburg-Vorpommern auf eine sachliche Diskussion. Das künftige Landschaftsbild habe sich aus Sicht des Tourismus und der Küstenanwohner im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen verbessert, sagte der Netzwerk-Vorsitzende Andree Iffländer. Den Plänen zufolge sollen vor Warnemünde und auf Hiddensee Windparks entstehen, „Baltic 1“ vor Fischland-Darß-Zingst soll erweitert werden. Der geringste Abstand einer Anlage zur Küste werde mit 11,2 Kilometern vor Warnemünde sein, sagte Iffländer.
Derzeit läuft eine zweite Beteiligungsstufe, in der bis zum 30. September Einwände gegen die Planung vorgebracht werden können. Bei den ursprünglich geplanten Windparks der ersten Stufe lag der Abstand bei sechs Kilometern, was zu einer Protestwelle führte. Nach Einwänden aus Schifffahrt, Fischerei, Tourismus und Naturschutz hatte die Landesregierung die Pläne geändert.
Für den Vorsitzenden des Aktionsbündnisses „Freier Horizont“, Norbert Schumacher, sind diese Planungen nicht akzeptabel. 20 Kilometer wäre der Mindestabstand zur Küste. Vertreter des „Freien Horizonts“ hatten Anfang Juli Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider mehr als 22.000 Unterschriften überreicht – mit dem Ziel, den Abstand von Windrädern zu Wohnhäusern und zur Küste zu vergrößern. Derzeit ist ein Abstand von 1000 Metern zu Dörfern vorgeschrieben. mv/bre

