Windparks werden subventioniert

Die USA wollen die Windparks vor ihren Küsten ausbauen, um unabhängiger vom Öl zu werden, Foto: US Department of the Interior
Die USA wollen unabhängiger von Öl- und Gasimporten aus dem Nahen Osten und Russland werden. Neben der Ausbeutung eigener Öl- und LNG-Lager soll auch massiv in die Offshore-Windenergie investiert werden.
Im Vergleich zu Europa liegt der Bau von Offshore-Windparks in US-Gewässern noch weit zurück. Vor sechs Jahren gab es die erste gesetzliche Grundlage, die es ermöglichte, in diese Form der Energieerzeugung zu investieren. Diese Regelung lief im Dezember 2014 aus. Der Kongress berät nun die Novelle des „Offshore Wind Acts“. Die Senatoren Tom Carper und Susan Collins brachten den Gesetzentwurf jetzt im Senat ein.
Im Kern sieht das neue Gesetz für Investoren steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten für die ersten 3000 Megawatt Leistung eines neu errichteten Windparks vor. Die Zulassungsbehörden in den USA gehen davon aus, dass dies umgerechnet etwa 600 installierten Windenergieanlagen entspricht.
Bisher wurden in den USA die Steuern für die Investoren in Form eines Investment Tax Credits gestundet. Dies entspricht im Prinzip einer nachgelagerten Besteuerung. Allerdings wurde diese schon nach ein bis zwei Jahren fällig, so dass Kritiker die fehlende Kompensation durch Abschreibungsmöglichkeiten bemängelten.
„Offshore bedeutet saubere Energie, reine Luft und Tausende Jobs für Amerikaner. Deswegen müssen wir diese Branche anders fördern“, sagte Senator Carper. Es handele sich um eine „Win-win-Situation“. Da Demokraten und Republikaner die Novelle gleichermaßen unterstützen, wird im Kongress mit einem „Selbstläufer“ gerechnet, sagte Carper weiter.
Die steuerliche Förderung wird nun länger gestreckt. Zudem ist es möglich, die Subventionen schon für Projekte in Anspruch zu nehmen, die sich in der Genehmigung befinden. pk