Züblin-Konzern soll OTB bauen

Die geplanten Flächen des OTB: Die Offshore-Unternehmen hoffen auf den Ausbau (Bild: bremenports)
Das Land Bremen schafft in einer jahrelangen Hängepartie Fakten: Für den politisch umstittenen Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) wurden nun erste Bauaufträge vergeben.
Die Hafengesellschaft bremenports beauftragte eine Arbeitsgemeinschaft aus den Unternehmen Züblin aus Hamburg und der Bremer Heinrich Hirdes GmbH mit dem Bau des OTB. Offen ist aber immer noch, ob und wann überhaupt gebaut wird. Der BUND klagt gegen das 180 Millionen Euro teure Projekt am Blexer Bogen. Am kommenden Freitag verhandelt das Verwaltungsgericht Bremen den Sachverhalt. Bis zu diesem Termin, so hatten sich die Konfliktparteien geeinigt, sollen an der geplanten Baustelle keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden.
Mit der Vergabe der Bauaufträge signalisieren bremenports und die zuständige Senatsverwaltung Zuversicht: "Der Industrie-, Wirtschafts- und Hafenstandort Bremerhaven braucht diese Anlage dringend", sagte bremenports-Geschäftsführer Robert Howe. Niemand dürfe fahrlässig aufs Spiel setzen, "was rund um die Offshore-Windkraft in Bremerhaven geschaffen wurde – ein Standort, der Produktion, Logistik und Wissenschaft professionell bündelt wie kein anderer in Deutschland."
Mit dem Terminal würden vor Ort beste Bedingungen für eine Branche geschaffen. Howe rechnet mit einer Fertigstellung des OTB in zwei bis drei Jahren – unabhängig von der juristischen Klärung.
Der BUND und auch andere Umweltverbände halten die geplanten Eingriffe auf der Luneplate (im Bild als gaue Flächen markiert) für zu weitreichend. Zu rechtfertigen wäre diese Störung nur dann, wenn der neue Hafen Aussicht auf Erfolg hätte. Da sich Großinvestor Siemens aber für Cuxhaven als Standort für seine Turbinenfertigung entscheiden habe, zweifeln die Umweltschützer diese Wirtschaftlichkeit an. Offen ist auch noch die Nachnutzung des ehemaligen Flugplatzes Luneplate. Einen Raumordnungsplan hierfür gibt es noch nicht. pk
