7000 Flüchtlinge gerettet
Zwei deutsche Marineschiffe, die zur Seenotrettung für Flüchtlinge im Mittelmeer eingesetzt werden sollen, sind auf der Mittelmeerinsel Kreta eingetroffen.
Die Fregatte „Hessen“ und der Einsatzgruppenversorger „Berlin“ sollen dort bis zum heutigen Dienstag mit Hilfsmitteln beladen werden, wie eine Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin mitteilte. Auch Personal werde an Bord genommen.
Welches Seegebiet die Schiffe genau anlaufen, sei noch ebenso ungeklärt wie die Frage, ob sie Teil der Operation „Triton“ unter dem Dach der EU-Grenzschutz agentur Frontex sein werden. Zuletzt hatten sich die Schiffe der Deutschen Marine am „Atalanta“-Einsatz gegen Piraten am Horn von Afrika beteiligt. Bei einem EU-Sondergipfel zur Flüchtlingspolitik hatten die EU-Staats- und Regierungschefs kürzlich einen Ausbau der Seenotrettung und die Bekämpfung der Schleuser beschlossen.
Rund 7000 Bootsflüchtlinge sind allein an diesem Wochenende von Marine und Küstenwache im Mittelmeer gerettet worden. Mindestens zehn Flüchtlinge starben bei der gefährlichen Überfahrt. Sieben Migranten wurden tot in zwei voll besetzten Schlauchbooten entdeckt, die 45 und 35 Seemeilen nordöstlich der libyschen Hauptstadt Tripolis in Seenot geraten waren. dpa/pk