Ägäis: Allein 54.899 Flüchtlinge im Juli

Die griechische Küstenwache hat eigenen Angaben zufolge allein im Juli 54.899 Flüchtlinge in der Ägäis aufgegriffen. Zudem wurden 47 Schleuser festgenommen. Der Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) für Griechenland, Giorgos Tsarbopoulos, sprach von einer dramatischen Lage. Die Behörden und die Hilfsorganisationen seien überfordert. Im ersten Halbjahr sind in Griechenland 124.000 Migranten angekommen. 63 Prozent von ihnen stammen aus Syrien, sagte Tsarbopoulos. Durch die Ägäis führen Routen, über die Schleuser Migranten nach Europa bringen.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras erklärte im griechischen Staatsfernsehen (ERT), es sei kein alleiniges Problem von Griechenland. Daran werde sich zeigen, ob es ein Europa der Solidarität gebe oder jeder sich nur um seine Grenzen kümmere. „Griechenland erlebt eine Krise in der Krise“, sagte er. „Wir tun alles, was wir können, um diese Menschen menschlich zu behandeln.“ dpa/bre

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