„Augsburg“ nach Einsatz gegen IS zurück

Die 130,5 Meter lange „Augsburg“ gehört zur „Bremen-Klasse“ der Deutschen Marine, Foto: Zech
Über mehrere Monate war die „Augsburg“ Geleitschutz für den französischen Flugzeugträger „Charles de Gaulle“. Am Donnerstag wird die Fregatte nach 126 Tagen und rund 23.000 Seemeilen in ihrem Heimathafen Wilhelmshaven zurückerwartet.
„Direkt hinter einem Flugzeugträger zu stehen, nur einen Kilometer entfernt achteraus, und die Jets starten und landen zu sehen, kennt man sonst nur aus Kinofilmen wie ‚Top Gun‘“, sagte der Kommandeur der „Augsburg“, Fregattenkapitän Jörg Mascow, vor der Rückkehr.
Dabei hieß der Auftrag für die 130,5 Meter lange Fregatte beim Auslaufen noch: Aufspüren von Schleusern und Seenotrettung im Mittelmeer. Gemeinsam mit dem Einsatzgruppenversorger „Berlin“ und anderen Marineeinheiten sollte sich die „Augsburg“ zwischen der libyschen und italienischen Küste an der internationalen Operation „Sophia“ beteiligen. Bei dem Einsatz geht es um die Aufklärung von Schleuseraktionen sowie um die Durchsuchung von verdächtigen Schiffen in internationalen Gewässern. Bereits Anfang Dezember wurde der Einsatzbefehl jedoch geändert, so dass die „Augsburg“ seitdem die „Charles de Gaulle“ gegen die Terrororganisation IS unterstützte. Der nuklear angetriebene Flugzeugträger war kurz nach den Pariser Terroranschlägen Mitte November mit 26 Kampfflugzeugen an Bord ausgelaufen.
Während sich die Besatzung der „Augsburg“ nun auf erholsame Ostertage freut, laufen die Arbeiten am Vorschiff der letzten von vier Fregatten der Klasse F125 auf der Pee ne-Werft auf Hochtouren und stehen kurz vor dem Abschluss. Das im Januar 2015 in Wolgast auf Kiel gelegte Vorschiff soll voraussichtlich Ende April nach Hamburg überführt werden, wo es mit dem Hinterschiff zusammengefügt werden soll, wie ein Sprecher der Lürssen-Werft jetzt mitteilte. Die Peene-Werft gehört seit Mai 2013 zur Bremer Lürssen-Gruppe. Derzeit seien die Werftarbeiter damit beschäftigt, letzte Ausrüstungsarbeiten vorzunehmen und das Vorschiff für den Seetransport vorzubereiten. Zusammen mit ThyssenKrupp Marine Systems als Federführer baut die Lürssen-Werft die vier Marineschiffe. Lürssen übernahm den Bau der jeweils 65 Meter langen Vorschiffe. bre/lni
