Boot vor Lesbos gekentert

Vor der griechischen Ost ägäisinsel Lesbos ist am Montag ein Flüchtlingsboot mit 15 Menschen an Bord gekentert.

Die Küstenwache konnte acht Menschen aus den Fluten retten. Ein Migrant wurde tot geborgen. Weitere sechs Menschen werden vermisst, berichtete das Staatsradio.

Nach Angaben der italienischen Küstenwache sind am Wochenende binnen 24 Stunden 4400 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet worden. Sie stammten von 22 Schiffen und Schlauchbooten, die Notsignale gesendet hatten. An den Rettungseinsätzen waren auch Schiffe aus Norwegen und Irland als Teil der EU-Grenzschutzmission „Triton“ beteiligt. Zudem gingen Notrufe von drei weiteren Flüchtlingsbooten ein. Nach Angaben der italienischen Küstenwache wurden Frachtschiffe, die sich in der Nähe befanden, umgeleitet, um die zunächst unbekannte Zahl von Migranten an Bord zu nehmen.

Mehr als eine Viertelmillion Menschen sind nach IOM-Angaben seit Jahresbeginn über das Mittelmeer nach Europa geflohen. Fast 150.000 seien in Griechenland angelandet. Mehr als 100.000 Bootsflüchtlinge habe Italien aufgenommen. In dieser Zeit seien 2365 Flüchtlinge ertrunken und damit fast 600 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. dpa/bre

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