Dänemark steht hinter Fehmarnbelt
Trotz höherer Kosten und Verzögerungen steht Dänemark hinter dem Milliardenprojekt Fehmarnbelt-Tunnel. Das stellten die Parteien, die das Vorhaben unterstützen, am Freitag in Kopenhagen klar. Das Parlament habe grünes Licht für den weiteren Prozess gegeben, sagte Verkehrsminister Hans-Christian Schmidt nach einer Abstimmung. „Ich finde, dass dieses Projekt wieder in der richtigen Spur ist.“
Zuletzt hatten immer mehr dänische Politiker an der Umsetzung des rund 18 Kilometer langen Tunnels zwischen Puttgarden auf Fehmarn und der dänischen Insel Lolland gezweifelt. Durch Nachverhandlungen mit den Bauunternehmen konnte das Budget bei einer längeren Bauzeit aber zuletzt auf rund 7,1 Milliarden Euro gesenkt werden. Das hatte die Parteien besänftigt. Sie sprachen sich jetzt dafür aus, endgültige Gespräche mit den Bauunternehmen zu führen.
Dänemark finanziert das Projekt weitgehend allein. Deutschland muss nur für die Hinterlandanbindung auf deutscher Seite aufkommen, die sich aber voraussichtlich verspätet. Die Baupläne für den Tunnel ziehen sich vor allem hin, weil die deutsche Genehmigung noch nicht vorliegt. Wenn das bis 2019 nicht der Fall ist, bekommen die Bauunternehmen eine Entschädigung von rund 40 Millionen Euro. fab
