„Deutschlands maritime Branche gut aufgestellt“

Beckmeyer, Foto: Bundesregierung/Bergmann
Der maritimen Wirtschaft in Deutschland geht es gut. Das ist das Fazit eines Lageberichts der Bundesregierung.
Der Wert des Auftragsbestandes der deutschen Werften erhöhte sich von 9,1 Milliarden Euro Ende 2013 auf 10,8 Milliarden Euro Ende 2014, sagte gestern der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Uwe Beckmeyer. Die Umsätze lagen 2014 bei 6,4 Milliarden Euro (2013: 5 Milliarden Euro). Die Zahl der Beschäftigten auf deutschen Werften stieg im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 17.854 (2013: 16.729). Die Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie konnte, trotz der Werftenkrise in China, ihren Umsatz leicht steigern und damit ihre Spitzenposition im Export weiter ausbauen. Die deutschen Unternehmen, die rund 67.000 Beschäftigte zählen, erwirtschafteten 2014 einen Umsatz von 11,9 Milliarden Euro (+1,7 Prozent), die Exportquote betrug 74 Prozent. Bei den Auftragseingängen gab es ein Plus von 4,3 Prozent. Im Bereich Offshore gingen bis zum 30. Juni 422 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1765 Megawatt (MW) neu ans Netz; 668 Offshore-Anlagen brachten insgesamt eine Leistung von 2778 MW ein. Bis Ende 2015 sei mit einer Gesamtleistung von bis zu 3300 MW zu rechnen, so Beckmeyer weiter. „Der Bericht zeigt, dass die maritime Branche in Deutschland gut aufgestellt ist und den internationalen Wettbewerb nicht zu scheuen braucht“, sagte Beckmeyer. „Bis zur Nationalen Maritimen Konferenz werden wir eine maritime Strategie erstellen.“ pk