Einsatz in Ägäis rückt näher

Deutschland und die Türkei haben bei ihren Bemühungen um eine NATO-Beteiligung am Kampf gegen Schleuserbanden in der Ägäis einen wichtigen Etappenerfolg erzielt.

Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen konnte Griechenland beim NATO-Treffen in Brüssel davon überzeugt werden, sich an dem Antrag auf Bündnisunterstützung zu beteiligen. Bundesverteidigungsminis­te­rin Ursula von der Leyen (CDU) sagte am Donnerstag, dass sie mit einem schnellen Beginn des Anti-Schleuser-Einsatzes in der Ägäis rechne. Dabei sollen das Seegebiet zwischen der Türkei und Griechenland überwacht und die Aufklärungsergebnisse an die türkischen und griechischen Behörden weitergegeben werden. Entdecken die NATO-Schiffe in Seenot geratene Flüchtlinge, sollen diese gerettet und in die Türkei zurückgebracht werden.


Die NATO verfügt über vier ständige Marineverbände. Ein Verband besteht aus mehreren Schiffen, die von verschiedenen Mitgliedstaaten gestellt werden. Es gibt zwei große Hauptverbände und zwei kleinere Gruppen. Deutschland führt derzeit den zweiten Hauptverband. Flaggschiff ist der 174 Meter lange Einsatzgruppenversorger „Bonn“, auf dem rund 210 deutsche Soldaten Dienst tun. Der Verband besteht zurzeit aus fünf Schiffen. Im Idealfall soll er für den Anti-Schleuser-Kampf auf etwa zehn Schiffe aufgestockt werden. dpa/bre

Teilen
Drucken

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Nach oben