Finnlines plant wöchentliche Frachtschifflinie

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) ist am Dienstag für vier Tage ins russische St. Petersburg geflogen. Seine Delegation umfasst mehr als 60 Mitglieder. Neben Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft begleiten den Regierungschef auch Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) und Agrarminister Till Backhaus (SPD). Außer Wirtschaftsterminen sind politische Gespräche geplant, unter anderem mit dem amtierenden Gouverneur des Leningrader Gebietes rund um St. Petersburg, Alexander Drozdenko.

Sellering musste die Reise gegen Kritik verteidigen. Russland ist wegen seines Verhaltens in der Ukraine-Krise von der EU mit Sanktionen belegt worden. Im Gegenzug verhängte Moskau Einfuhrverbote aus der EU. Davon besonders betroffen ist die Land- und Ernährungswirtschaft. Russland ist ein wichtiger Handelspartner für Mecklenburg-Vorpommern.

Der Export aus Mecklenburg-Vorpommern nach Russland brach aufgrund der Sanktionen im ersten Quartal 2015 um fast die Hälfte ein: Während in den ersten drei Monaten 2014 noch Produkte im Wert von 60,4 Millionen Euro nach Russland geliefert wurden, waren es im gleichen Zeitraum dieses Jahres nur noch 32,7 Millionen Euro.

Hoffnung auf eine Besserung der Lage nährt die finnische Reederei Finnlines. Sellering begrüßte am Dienstag Pläne für die Einrichtung einer wöchentlichen Linienverbindung St. Petersburg – Rostock.

Konkrete kleine Schritte wie diese belegten, dass es weitergehe und man die Zukunft in den Blick nehme, sagte der Regierungschef. „Eine regelmäßige Frachtschiffverbindung ist ein positives Signal. Wir werden jetzt in unseren Gesprächen vor Ort ausloten, welche weiteren Entwicklungspotenziale beide Seiten sehen.“ mv/FBi

Teilen
Drucken

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Nach oben