Fortschritte für „Ems 2050“

Der „Masterplan Ems 2050“ zur Sanierung des Flusses kommt ein Jahr nach seinem Start gut voran. Alle Arbeitsaufträge seien im Zeitplan, und es seien erste positive Zwischenergebnisse absehbar, sagte der Landesbeauftragte für Weser-Ems, Franz-Josef Sickelmann, am Dienstag in Oldenburg.

Bei dem Projekt gehe es vor allem dar um, den Schlick in der Ems zu reduzieren und die Wasserqualität zu verbessern. Daneben sollten flusstypische Lebensräume und Flächen für den Wiesenvogelschutz geschaffen werden. Für Ende 2016 kündigte Sickelmann erste Studien zur Steuerung der Gezeiten und zur Schlickreduzierung mithilfe des Emssperrwerks an.

Am 24. März 2015 hatte der „Masterplan Ems 2050“ seine letzte Hürde im Kreistag von Leer genommen. Beteiligt sind Landes- und Bundesregierung, Naturschutzverbände, Landkreise, die Stadt Emden und die Meyer Werft. Lokale Naturschützer und Landwirte in der Region lehnen das Projekt dagegen ab.

Über die Ems werden die Kreuzfahrtschiffe der Meyer Werft von Papenburg aus in die Nordsee überführt. Trotz Protesten ist der Fluss in den vergangenen Jahren immer wieder an die Anforderungen der Luxusliner angepasst worden. Das sichert Tausende von Arbeitsplätzen bei der Werft und bei Zulieferern. Der Preis aus Sicht der Naturschützer sind Schäden am Fluss: Der Verlauf der Gezeiten ist gestört, große Mengen von Schlick werden zudem flussaufwärts gedrückt und müssen mit Millionenaufwand ausgebaggert werden. lni/bre

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