Frühindikatoren deuten weltweite Rezession an

Schlittert die Schifffahrtsbranche in eine Dauerkrise? Einige Frühindikatoren deuten darauf hin, dass der Konjunktureinbruch in Asien auf die gesamte Branche durchschlägt.

Reeder, Investoren, Finanzfachleute und Marktteilnehmer äußern sich beim Blick auf die Frachtraten-Entwicklung derzeit ausgesprochen pessimistisch. Das größte Rätselraten verursacht derzeit im Tankersegment der Baltic Dry Index – einer der Schlüsselindikatoren für die Weltwirtschaft. Trotz sinkender Rohstoffpreise pendelte der Index konstant um die 1100-Punkte-Marke und hat seit Juli sogar trotz des Verfalls der Preise an den chinesischen Rohstoffmärkten und des Platzens der Finanzblase in China angezogen. Erste Kursverluste deuten aber nun auf den Beginn einer massiven Talfahrt.

Die Containerfrachtraten von Asien nach Europa sanken seit Anfang August um rund 20 Prozent. Dies gilt als Alarmsignal, denn eigentlich steigen um diese Zeit die Handelsvolumina wieder erheblich an. Der SCFI-Index für Strecken von Shanghai nach Nordeuropa brach innerhalb von nur fünf Tagen um 23 Prozent ein.

Auch in den USA zeichnet sich eine Rezession ab. Der New York State Manufacturing Index verlor 14,9 Prozent und steht jetzt auf dem tiefsten Stand seit der Lehman-Pleite 2007/2008. Es ist der bisher größte Monatsverlust dieses Index.

Geringe Ordertätigkeit

Die Ordertätigkeit bei den Werften ist derzeit so gering wie nie (<link http: www.thb.info rubriken schiffbau single-view news asiatische-werften-in-der-krise.html external-link-new-window external link in new>siehe Beitrag Seite 4). Und eine Besserung ist nicht abzusehen. Die erwartete Leitzinsanhebung in den USA, das 13-Jahres-Tief des Bloomberg-Rohstoffindex und der Einbruch des MSCI für die BRICS-Staaten dämpft die Stimmung zusätzlich. pk

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