Grüne geben Gegenwind
Den von der schleswig-holsteinischen Landesregierung vorangetriebenen Plänen für einen LNG-Terminal im Hafen Brunsbüttel stehen die Grünen reserviert gegenüber.
„Für uns ist klar, dass die Zukunft der Energie- und Wärmeversorgung sowie Mobilität nur in erneuerbaren Energieträgern liegen kann“, sagte Landtagsfraktionschefin Eka von Kalben der Deutschen Presse-Agentur. „Eine Gasinfrastruktur, und dazu gehört LNG, ist für uns nur zukunftsfähig, wenn angestrebt wird, dass sie absehbar auch aus erneuerbaren Energien gespeist wird.“
Diese Energien müssten zügig ausgebaut werden. „Fossiles LNG kann auf dem Weg zu 100 Prozent erneuerbarer Energien allenfalls für eine begrenzte Zeit genutzt werden“, sagte von Kalben. „Und das auch nur dann, wenn dem Methanschlupf entlang der Kette und beim Verbrauch von Erdgas konsequent mit besseren Technologien begegnet wird.“
Die Deutsche Umwelthilfe will am Dienstag, 28.05.2019, in Berlin ein Rechtsgutachten vorstellen, wonach ein LNG-Terminal in Brunsbüttel nicht genehmigungsfähig sei.
Im Joint Venture German LNG Terminal engagieren sich Nederlandse Gasunie, Royal Vopak und die deutsche Oiltanking für Bau und Betrieb eines Terminals in Brunsbüttel. ger