Letzte Rückkehr der „Hyäne“

Die „Hyäne“ hat zuletzt im UNIFIL-Einsatz den Seeraum vor dem Libanon überwacht, Foto: PIZ Marine
Nach neun Monaten kehrt heute die „Hyäne“ vom Libanon-Einsatz der EU nach Warnemünde zurück. Es ist die letzte Rückkehr des Schnellbootes.
Begrüßt wird die Besatzung unter anderem vom stellvertretenden Inspekteur der Marine und Befehlshaber der Flotte/Unterstützungskräfte, Vizeadmiral Rainer Brinkmann. Im Anschluss erhalten die Soldaten Auszeichnungen für ihren Einsatz. Zu den wesentlichen Aufgaben der „Hyäne“ zählten in den vergangenen Monaten die Seeraumüberwachung und die Ausbildung libanesischer Marineangehöriger. Insgesamt hat das 57,6 Meter lange und 7,8 Meter breite Schnellboot der „Gepard-Klasse“ in dieser Zeit 36.817 Seemeilen zurück gelegt.
„Ich bin froh, meine Besatzung und das Boot sicher und ohne Schaden zurück in die Heimat gebracht zu haben“, so der Kommandant der Besatzung, Korvettenkapitän Daniel Tesch. „Mit Stolz und Trauer blicken wir nun aber auch zurück, dass ein deutsches Schnellboot diese Gewässer wohl ein letztes Mal befahren hat.“ Denn mit der „Hyäne“ kehrt zum letzten Mal ein Schnellboot aus dem Einsatz zurück. Am 16. November 2016 endet diese Ära der Marinegeschichte, da die Schnellboote dann außer Dienst gestellt werden.
Seit 1978 setzen sich Blauhelmsoldaten der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon) für Frieden zwischen dem Libanon und Israel ein. Das Mandat wurde 2006 erweitert. Seitdem unterstützt UNIFIL die libanesische Regierung dabei, die Seegrenzen zu sichern und Waffenschmuggel zu verhindern. bre
