Lösung für Nordseewerke

Für die Emder Nordseewerke zeichnet sich eine Lösung ab.

Die Holding Seafort Advisors aus Hamburg will einen Teil der 180 Beschäftigten übernehmen, teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag in Hannover mit. Der übrigen Mitarbeiter sollen vorerst in eine Transfergesellschaft wechseln. Der Hamburger Finanzdienstleister Seafort will nach den Angaben eine neue Gesellschaft gründen und im Stahlbau tätig bleiben.

Der Insolvenzverwalter der Nordseewerke wollte nähere Informationen zur Übernahme erst kurz vor Beginn einer Betriebsversammlung am späten Dienstagnachmittag bekannt geben. Hierzu hatte sich auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies angekündigt. Im Vorfeld war zu vernehmen, dass auch die Papenburger Meyer Werft künftig für Aufträge in Emden sorgen soll: Offenbar werden dort bereits stillgelegte Maschinen zur Stahlbearbeitung wieder instand gesetzt.

Die Nordseewerke in Emden hatten Ende Mai Insolvenzantrag gestellt, das Amtsgericht Aurich setzte daraufhin einen vorläufigen externen Verwalter ein. Am Montag war das bereits um einen Monat verlängerte Insolvenz verfahren abgelaufen. Bis zuletzt blieb unklar, ob eine Transfergesellschaft gebildet wird oder ob die frühere Traditionswerft schließen muss. lni/fab

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