Maritimen Ausbau sichern

Verkehrsinfrastruktur ausbauen, mehr Forschung und Schutz vor Wettbewerbsverzerrung – das sind die zentralen Anliegen des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS).

Der Verband konkretisierte jetzt seine Forderungen im Hinblick auf die Branchenforen, die heute in Berlin beginnen. „Das Güterverkehrsaufkommen in Deutschland wird in den kommenden Jahren stark wachsen, und Deutschland ist dafür nicht gerüstet“, warnt ZDS-Hauptgeschäftsführer Daniel Hosseus. „Der Bund sagt, das Geld sei nun da, aber jetzt fehlten Planer und baureife Projekte. Wir sagen: Es muss endlich gebaut werden.“ Bund und Länder müssten die erforderlichen Haushalts- und Planungskapazitäten ebenso sicherstellen wie „uneingeschränktes Baurecht“ für die Erweiterung der Verkehrsinfrastruktur.

Die deutschen Seehäfen erwarten einen Anstieg der Umschlagvolumina von gut 300 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr auf 470 Millionen Tonnen im Jahr 2030. Investitionen in zukunftsfähige seewärtige Zufahrten und leistungsstarke Anbindungen an die Wirtschaftszentren in Mitteleuropa sind laut ZDS deshalb dringend notwendig. „Als Dienstleister des deutschen Außenhandels sind die deutschen Seehäfen auf die erforderlichen Verkehrskorridore angewiesen, um den zügigen Weitertransport der Waren und Güter weiterhin reibungslos gewährleisten zu können“, so Hosseus.

Für eine Stärkung der deutschen Seehäfen und deren Anbindung an die Wirtschaftszentren sei außerdem eine dritte Auflage der Forschungsinitiative „Innovative Seehafentechnologien“ (ISETEC) erforderlich. „Investitionen in Forschung und eine innovative digitale Infrastruktur sichern nachhaltig die Zukunft des Wirtschafts- und Logistikstandortes Deutschland“, so Hosseus. Hier sei die Bundesregierung gefordert, in Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft und den Forschungseinrichtungen die kurzfristige Umsetzung einer dritten Forschungsinitiative sicherzustellen.

Bei den heute startenden Branchenforen trifft die maritime Wirtschaft auf Vertreter aus Politik, Verwaltung, Gewerkschaften, Wissenschaft und Forschung, um die 9. Nationale Maritimen Konferenz Ende Oktober in Bremerhaven vorzubereiten. Im Vorfeld hatte sich auch die AG Niedersächsische Seehäfen in einem Positionspapier für die Förderung des maritimen Standortes Deutschland stark gemacht (<link http: www.thb.info rubriken haefen single-view news haefen-mit-ueberregionaler-bedeutung-gleichstellen.html external-link-new-window external link in new>THB 11. Juni 2015). Zentrale Anliegen sind der Ausbau der Hafeninfrastruktur, der seewärtigen Zufahrten und der Hafenhinterland anbindungen. fab

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