„MKS 180“: Entscheidung noch 2019

Die Entscheidung über den Bau des neuen Marine-Kampfschiffes „MKS 180“ wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte fallen. „Geplant ist, eine Entscheidung noch in diesem Jahr zu treffen“, sagte der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann (CDU), jetzt am Rande des Maritimen Parlamentarischen Abends der Industrie- und Handelskammer in Kiel. Innerhalb des Vergabeverfahrens sei dafür „eigentlich alles vorgezeichnet“.

Im Rennen um den Milliardenauftrag zum Bau des „MKS 180“ sind German Naval Yards Kiel mit Thyssenkrupp Marine Systems als Subunternehmen sowie die niederländische Damen Shipyards federführend mit der zur Lürssen-Gruppe gehörenden Hamburger Werft Blohm + Voss als Partner.

Nach Ansicht von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) „können und dürfen die mittelständisch geprägten deutschen Werften nicht mit staatlich kontrollierten Großwerften aus dem Ausland konkurrieren“. Durch Großprojekte wie „MKS 180“ erwarte er mittelfristig eine Konsolidierung des deutschen Marineschiffbaus. „Dies ist gerade vor dem Hintergrund der europäischen Konkurrenzsituation geboten, auch mit Blick auf zukünftige europäische Großprojekte.“

„Kiel ist seit 150 Jahren ein wichtiger Marinewerft-Standort“, sagte Brackmann. „Das gilt es zu erhalten.“

Das Mehrzweckkampfschiff 180 gilt als künftiges Flaggschiff der Marine.  lno/ger

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