Moskau verändert Ausrichtung

Die traditionell bedeutenden russischen Seestreitkräfte spielen angesichts einer eher expansiv geprägten russischen Außenpolitik künftig eine noch größere Rolle.

„Die wichtigsten Akzente liegen auf der Arktis und dem Atlantik“, sagte jetzt Vizeregierungschef Dmitri Rogosin bei einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin am sogenannten „Marinetag“. Passend dazu präsentierte er dem Kremlchef auf einer Fregatte in der Ostsee-Hafenstadt Kaliningrad die Änderungen. Mit dem Dokument erwidere Russland die Annäherung der NATO an die russischen Grenzen durch die Osterweiterung.

Die rohstoffreiche Arktis ist seit Jahren verstärkt zum Ziel der russischen Politik geworden. Militärisch und wirtschaftlich baut die Atommacht ihre Präsenz in der Region um den Nordpol aus. Der Kreml erhebt Anspruch auf reiche Öl- und Gasvorkommen, die in den Tiefen des arktischen Eises vermutet werden. Russland plane auch den Bau einer Atom-Eisbrecherflotte, sagte Rogosin.

In der Ostsee ist die russische Marine in den zurückliegenden Monaten ebenfalls aktiver geworden. EHA/dpa

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